Baking in Langenau-Öllingen with the Rural Women from Bollingen

On Saturday, 26th May 2018, eight rural women went to Öllingen. Öllingen is a small village approx. 20km north of Ulm. They were expected there by master baker Andreas Stolz. He had already lit fire for the wood-fired oven to have the right temperature.

 

The baking house has already existed before WW2 but it was rebuilt in 2005. A baking house feast takes place every 5 years. The baking house is used less than before. There used to be 10 baking teams. Andreas Stolz regularly holds classes for the Adult Education Centre.

Rural women once were peasant women from a village. Today, there are hardly any peasant women left – rural women are simply women living in a village doing activities together.

Every participating woman had brought a bowl. Andreas Stolz explained how the dough should be made. First, a sponge was made. Flour, sourdough, yeast and water were kneaded, covered and put to rest for one hour. In the meantime, Andreas Stolz brought more wood and talked about his passion – bread baking. He is a baker with passion.

 

Then, wheat and rye flour, more yeast and warm water were added and kneaded by hand. Andreas Stolz checked everything and the bowls were covered again and the dough rested for another hour.

 

 

After an hour, the wood-fired oven had reached the right baking temperature (330 – 350 degrees), the ashes were taken from the oven and it was cleaned with a wet bread paddle.

 

The baking women had to put their dough on the working surface one after another and put it into four pieces in ball shape. These were put into the bowl for the oven and the bowl was then put into the oven. Before, on every piece of dough, a small piece of paper with the name of the baker was put upon. After putting the dough in, the bowl for the oven was dipped in water.

 

After 50-60 minutes, the breads were baked. Andreas Stolz took them out with a bread paddle. They were “cleaned” with a wet broom in order to make them look glossy. The bread had become gorgeous and the well-known smell of wood-oven bread filled the room.

 

Everyone was proud of the result and they had learnt a lot from the passionate baker Andreas Stolz.

Mit den Bollinger Landfrauen beim Backen in Langenau-Öllingen

Am Samstag, 26. Mai 2018 war es soweit. Acht Landfrauen machten sich auf den Weg nach Öllingen.  Öllingen ist ein kleines Dorf, ca. 20 km nördlich von Ulm. Dort wurden sie von Bäckermeister Andreas Stolz erwartet. Er hatte schon mal Feuer gemacht, damit der Holzbackofen auch auf die richtige Temperatur kommt.

 

Das Backhaus gab es schon vor dem zweiten Weltkrieg, umgebaut wurde es 2005. Alle 5 Jahre findet ein Backhausfest statt. Die Nutzung des Backhauses hat abgenommen, früher waren es bis zu 10 Backteams, Andreas Stolz macht auch regelmäßig Volkshochschulkurse.

Landfrauen, das waren früher Bäuerinnen aus einem Dorf. Heute gibt es kaum mehr Bäuerinnen – Landfrauen sind einfach Frauen, die in einem Dorf leben und gemeinsam etwas unternehmen.

Jede der teilnehmenden Frauen hatte eine große Schüssel mitgebracht. Andreas Stolz erklärte, wie der Teig gemacht werden sollte. Zunächst ging es um einen Vorteig. Mehl, Sauerteig, Hefe und Wasser wurden zu einem Teig geknetet, zugedeckt und alles eine Stunde in Ruhe gelassen. In der Zwischenzeit legte Andreas Stolz immer wieder Holz nach und berichtete begeistert von seiner Passion, dem Brotbacken. Er ist Bäcker aus Leidenschaft.

  

Dann wurden Weizen- und Roggenmehl, nochmals Hefe und warmes Wasser dazu gegeben und mit den Händen ein geschmeidiger Teig geknetet. Andreas Stolz überprüfte alles, wieder wurden die Schüsseln zugedeckt und der Teig musste eine weitere Stunde gehen.

 

 

Nach der Stunde hatte der Holzbackofen die richtige Backtemperatur (330 – 350 Grad) erreicht, die Asche wurde aus dem Ofen entfernt und dieser mit dem nassen Hudelwisch ausgehudelt.

 

Die Bäckerinnen mussten jetzt nacheinander ihren Teig auf die Arbeitsfläche geben, von allen vier Seiten einschlagen und mit nassen Händen vier Kugeln formen. Diese kamen dann in den Schapf und wurden eingeschossen. Zuvor wurde auf die Teigkugeln jeweils ein kleines Stück Papier mit dem Namen der Bäckerin gelegt. Nach jedem Einschießen wurde der Schapf in Wasser getaucht.

 

So nach 50-60 Minuten waren die Brote fertig. Andreas Stolz holte sie mit einem Schieber heraus, dann wurden sie mit einem nassen Besen „abgekehrt“ um zusätzliche Glanz zu bekommen. Die Brote hatten sich prächtig entwickelt und der wohlbekannte Holzofenbrotgeruch füllte den Raum.

 

Alle waren stolz auf das Ergebnis und hatten vom leidenschaftlichen Bäcker Andreas Stolz viel gelernt.